Ansichten & Denkweisen

Was für eine Gesellschaft wollen wir? Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd

Lesezeit: 2 Minuten Ich kann mich noch gut an meine Jugend in der Nachwendezeit erinnern. Mit rund 18 Jahren schon (oder noch?!) auf sozialkritischem Beobachtungsposten, was die neue Gesellschaft anbetrifft und skeptisch gegenüber den gefühlten Neureichen, gab es unter uns ehemaligen Kindern der Arbeiterklasse so einen Witz. Wir ahmten eine Geste nach, mit der wir andeuteten, mehrere Fotos auf den Tisch zu legen, die offensichtlich wichtige Motive trugen. „Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd“ Es brachte uns damals zum Lachen und wir dachten in unserem jugendlichen Leichtsinn nicht mit einem Wimpernzucken daran, jemals so statusbehaftet zu leben. Heute sind natürlich viele jener Zeitgenossen beruflich sehr erfolgreich. Nicht wenige besitzen einen tollen… Weiterlesen »Was für eine Gesellschaft wollen wir? Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd

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Er hat mir gestern eine geklatscht

Lesezeit: 2 Minuten Es scheint schon Normalität im Alltag geworden zu sein, seine Mitmenschen mit Worten oder/und körperlich zu attackieren.Ganz besonders große Sorgen macht mir das im Kindergarten- und Schulalltag.Während ich vor zwei Wochen mit in einer Neuntklässlerin sprach, die über Jahre- seit der zweiten Klasse- geärgert wurde und sich nun in einer Tagesklinik befindet, ist mir schlagartig bewusst geworden:Wir dürfen Gewalt jeglicher Art unter ‚den Kleinen‘ nicht verharmlosen und verniedlichen.Ich vermisse die Prävention zu Mobbing- und Gewaltbereitschaft an den Grundschulen, es reicht nicht, Kinder zu ermahnen, auf die ‚Strafbank‘ setzen zu lassen oder sie vor die Tür zu stellen.Das löst absolut keine Probleme und erinnert mich an DDR-Erziehungsmaßnahmen, erscheint mir einfach nicht… Weiterlesen »Er hat mir gestern eine geklatscht

Sozialer, kooperativer, menschlicher.

Lesezeit: 3 Minuten Ich bin nicht Expertin in den Bereichen Volks- oder Betriebswirtschaft.Meine Stärke liegt darin, gesellschaftliche Entwicklungen zu beobachten und empathisch zu erfassen.Das ist mein Talent, meine große Leidenschaft; dafür habe ich sogar vor über zehn Jahren begonnen, zu bloggen.Doch in den letzten Monaten hänge ich echt durch.Es stimmt mich wahnsinnig traurig, dass in diesem reichen Land so viel Kinderarmut herrscht.Ich verstehe auch nicht, wie man Menschen so stark sanktionieren muss, die nicht ins Arbeitsleben zurückfinden.Immerhin gibt es ja nicht für jeden Arbeit, auch wenn das gern kommuniziert wird.Andererseits haben wir einen akuten Fachkräftemangel – ich möchte sagen, in bestimmten Regionen und in bestimmten Branchen.So suchen jetzt schon etliche Handwerksbetriebe und Bauunternehmen… Weiterlesen »Sozialer, kooperativer, menschlicher.

Lasst euch eure Träume nicht nehmen

Lesezeit: 2 Minuten Motivation, Optimismus und hohe Empfindsamkeit – was ergibt das? Eine Portion Lebensmut, direkte und aufgeschlossene Kommunikation, Vertrauen in die Welt, ganz viel Kreativität und utopisch anmutende neue Ideen…kennt ihr sie auch, die Träumer? Die Weltverbesserer, die Idealisten, die Lebensforscher, die Inspirierenden, die Kreativen? Die Menschen, die alles stets in Veränderung und ihr Umfeld in Atem halten? Die, mit denen es nie langweilig wird, die ihr Entertainment auf der Bühne des Lebens abarbeiten, ohne jemals einen Drehplan dafür vorliegen zu haben? Die wirklich sehr anstrengend sein können, denn in ihrer Nähe wirst du nicht zum Sesselpupser, da musst du deine faule Kiste schon hoch bewegen. Ständig neugierig, ne volle Ladung Power,… Weiterlesen »Lasst euch eure Träume nicht nehmen

Halle. Mein Herz weint.

Lesezeit: 5 Minuten Heute vor einer Woche, am 9. Oktober 2019 bekam ich eine Nachricht via Whatsapp: In Halle gab es gerade einen Anschlag auf eine Synagoge und einen Dönerladen. 2 Tote. Ein Täter wurde in Delitzsch gefasst, 2 sind noch auf der Flucht rings um Leipzig.. (erst später stellten sich andere Details heraus) Ich war zuerst gar nicht bei der Sache, das Gehirn brauchte ein paar Minuten, um zu realisieren, was ich da gerade gelesen hatte. Kurioserweise telefonierte ich kurz vorher mit einer Freundin, die am Ende des Gesprächs – es ging um die Fahrradausbildung der Kinder in der Schule – anmerkte: „Hast du schon gehört, was in Halle passiert ist?“ Doch… Weiterlesen »Halle. Mein Herz weint.

Das Ding mit dem Schrebergarten

Lesezeit: 3 Minuten Irgendwann vor ein paar Jahren standen wir inmitten einem verwilderten Garten im Landkreis Leipzig inklusive zugemüllter Laube. Kind war noch klein, Mann hellauf begeistert und ich in einem Vakuum von absolutem Unverständnis und Entgeisterung. Schrebergarten, echt jetzt? Ich starrte ihn hilflos an und schüttelte dann den Kopf. No, Schatz, no!!! Niemals werde ich das mitmachen! Jetzt sitze ich frühmorgens auf unserer Terrasse, trinke meinen Kaffee inmitten Vogelgezwitscher, Igelgeschnarche und bellendem Hund. Dem sind diese laufenden, schnaufenden Stachelkugeln unterm Gartentisch völlig suspekt. Im Beet warten Kartoffeln, Kohlrabi, Möhren und Tomaten darauf, geerntet zu werden. An den üppigen Beerensträuchern hängen Brombeeren, Jockelbeeren und Aroniabeeren, während die Johannisbeeren noch groß werden wollen. Und… Weiterlesen »Das Ding mit dem Schrebergarten

Hasskommentare nach Zitteranfall der Bundeskanzlerin – Die Verrohung der Kommunikation

Lesezeit: 3 Minuten Ich bin sprachlos bis entsetzt. Nachdem die Bundeskanzlerin eine Art Schwächeanfall während ihres Besuchs in der Ukraine erlitt, ist Facebook mal wieder voller Kommentare – und einige davon so richtig böse. Vorweg: Ein Fan von Frau Merkel bin ich nicht, ich mag die Politik ihrer Partei CDU auf Bundesebene nicht und ich bin so wie sehr viele andere Menschen enttäuscht von der Gesamtentwicklung in Deutschland. Doch was ich gestern gelesen habe, an Reaktionen von erwachsenen Menschen, hat mich fassungslos gemacht. Einige schrieben, ihnen ist es egal, ob es der Bundeskanzlerin schlecht ginge, schließlich kümmere diese sich auch nicht um einen. Andere, viel härtere Kommentare beinhalteten, sie freuen sich „wenn es… Weiterlesen »Hasskommentare nach Zitteranfall der Bundeskanzlerin – Die Verrohung der Kommunikation

Nein, das möchte ich nicht! Warum Nein sagen so wichtig ist.

Lesezeit: 7 Minuten Sehr viele Verhaltensweisen resultieren also im Schwerpunkt aus der Kindheit, auch wenn das so mancher nicht mehr hören mag. Je mehr das Selbstbewusstsein von klein auf gedrückt wurde, desto mehr Angst entwickelt sich später vor dem Nein sagen.
Manche Kinder entwickeln regelrechte Frühwarnsysteme für die Launen ihrer Eltern – das dient dem reinen Überlebenstrieb, so hart das klingt – und später werden aus diesen Kindern die hier im Artikel beschriebenen Erwachsenen, die zu jedem lieb und nett sind…