Der Tag der Lebensmittelmotten. Haut aus meiner Küche ab!

 
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Ich öffne wie immer unseren Küchenschrank, um ein paar Spaghetti herauszunehmen und es schwirrt mir eine Schar Tiere entgegen. Manche Momente brauche ich wirklich nicht in meinem Leben.
Da es solche Tierchen in meinem Leben und meiner Küche noch nie vorher gab, musste ich vorhin erst einmal die Suchmaschinen befragen, bis sie einen Namen hatten.

Plodia interpunctella

Das da oben ist der lateinische Name für die Dörrobstmotte und diese gehört tatsächlich zu den Schmetterlingen.
Am liebsten frisst sie anscheinend alles, was nicht in Plastikdosen oder Gläsern ist und das tut sie ziemlich fleißig.
Schon beim Verfassen dieses Beitrages steigt Ekel in mir hoch.
Denn sie bauen so eine Art Gespinst, in denen ihre Larven in Ruhe wachsen und gedeihen können. Gestern habe ich so etwas im Paniermehl und in Nudeln gefunden, Verpackungen machen diesen Motten absolut nichts aus, wie ihr merkt.
Leider waren wir nicht so vorbildlich, alle Lebensmittel brav in Tupperware-Dosen zu verstauen und das haben wir nun davon!
Selbst Schokolade war angefressen und natürlich saßen sie auch in den Haferflocken!
Das machte einen ganzen Müllbeutel voll Mehl, Nudeln, Reis, Kakao, Gewürze und viele andere – eigentlich leckere – Sachen und ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen!
Heute werden Plastikdosen gekauft, das steht ja schon mal fest.
Aber wie wird man diese Viecher nun wieder los und wo kommen die überhaupt her?

Mangelnde Hygiene ist nicht Schuld

Die Vorratsschädlinge befinden sich meistens in gekauften Lebens – oder Futtermitteln und verbreiten sich von dort aus weiter. Am besten, ihr merkt euch die Marke und kauft diese Produkte nicht mehr.
Sämtliche Ritzen im Küchenschrank fönt ihr am besten auf Stufe drei aus, wischt die Küchenschränke wieder sauber (mit Essig) und besorgt euch Pheromonfallen. Aber aufgepasst, davon werden nur die männlichen Tiere angezogen, während die Weibchen weiter munter ihre Eier legen!
Am Sichersten ist die Variante, wirklich alles an Lebensmitteln, die die Motten als ihre Nahrung betrachten, wegzuwerfen. Selbst eingepackte Nahrungsvorräte wie Nudeln oder Nüsse sollten weggeworfen werden, da die Motten sie zerfressen. Dasselbe gilt für Kartons.
Erst wenn alle Lebensmittel entfernt wurden und die Männchen in die Pheromonfallen gehen, können die Weibchen mit einer Fliegenklatsche beseitigt werden.
Es gibt auch die Möglichkeit, Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten einzusetzen. Das kommt für uns allerdings nicht in Frage, sodass ich hier nicht viel dazu schreiben kann!

Trauer um die Motten

Sehr vorwurfsvoll erklärte unsere achtjährige Tochter uns für Motten-Mörder. Während wir froh waren, die Invasion eingedämmt zu haben, trauerte sie um die fliegenden Schädlinge. Es sind Tiere, sagte sie, die nicht getötet werden dürfen.
Leider änderten auch unsere Erklärungen nichts an ihrer Empörung, sodass wir jetzt wohl damit leben müssen.
Jedoch Vorratsschädlinge in der Wohnung braucht kein Mensch!

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