Mrs. Eastie – Königin des [ostdeutschen] Alltags
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Ein bisschen Gemütlichkeit

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Familie & Kind Feiertage & Jahreszeiten

Ein bisschen Gemütlichkeit

 
Lesezeit: 2 Minuten

‚Erzähle deine Geschichte hier‘ steht jedes Mal im WordPress, wenn ich einen neuen Eintrag schreibe.
Und jedes Mal denke ich mir, interessiert das jemanden, wenn ich über meinen Alltag blogge? Und mache ich mich damit nicht jeden Tag angreifbarer?
Wir Blogger sind schon einem gewissen Risiko ausgesetzt, eine wirklich öffentliche Person zu sein oder zu werden und nicht immer kommen nur tolle Feedbacks.
Also bei mir schon bisher, muss ich sagen, darüber bin ich auch froh. Ich möchte andere Menschen nicht bloßstellen oder verurteilen, wahrscheinlich gelingt mir das mit meinem Schreibstil.
Nun aber zum eigentlichen Thema:
Wie sah euer zweites Adventswochenende aus? Hattet ihr ein bisschen Gemütlichkeit?
Viele Blogs, auch auf Instagram und auf anderen Plattformen, suggerieren uns ja ständig, wie toll so ein Wochenende bei ‚den Anderen‘ so ist.
Bilder mit Kerzchen und Plätzchen, stimmungsvolle Deko, am besten fröhliche Menschen – die Welt scheint im Frieden mit sich selbst zu sein.
Wie in der Werbewelt, da ist es ja genauso schön.
Und ehrlich, ich finde es prima, solche Bilderchen zu sehen, denn das tut manchmal der Seele gut.
Genau diese wunderschöne Seifenblasenwelt lieben wir ja alle so und wollen es aus diesem Grund so haben wie wir es anderswo sehen.
Nun. Männe war zum Samstag noch in der Spätschicht. Familienfreundlich, nicht wahr? Sehr spontan angesetzte Schicht und irgendwie der Gemütlichkeit etwas abträglich.
Dafür haben Kind und ich am Samstag eingekauft, den Haushalt geschmissen, die Wäsche gemacht und irgendwann gegen um Sechs hatte ich Zeit, mit ihr ein Kartenspiel zu spielen.
In der Spätschichtwoche meiner besseren Hälfte sieht Kind seinen Paps ja nicht, und der Samstag auch noch ohne ihn war für sie schwer.
Der Adventssonntag lief dann relativ gemütlich ab. Wir haben auf dem Sofa herumgelegen und dort auch gefrühstückt, während Männe noch schlief.
Durch die Schichten gibt es nicht immer ein Familienfrühstück zu dritt, das sind wir gar nicht anders gewöhnt.
Um Zehn begann ich zu kochen, während die vielen Kisten und Taschen mit der Adventsdeko sich vor dem Fernseher stapelten.
Denn, ach du Schreck, wir hatten noch nicht wirklich viel geschmückt.
Wann auch?
Männe übernahm das dann nach dem Mittagessen und irgendwann gegen halb drei wurde es ein bisschen gemütlich 😁😉
Natürlich haben wir dann auch die ersten Plätzchen gebacken und verziert und waren bei Nieselregen ein Stündchen mit dem Hund draußen.
Das fühlte sich alles gut an, aber mit dem harmonischen Leben ‚aller Anderen‘ können wir da wohl nicht mithalten.
Irgendwie führen wir ein anderes Leben, und ich glaube, es gibt noch mehr Familien wie unsere.
Ich hoffe es. 😉

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Über die Autorin:

Die Königin des [ostdeutschen] Alltags schreibt hier sozialkritisch, parteiunabhängig, humorvoll, nachdenklich zu sehr vielen Themen mit Blick auf den Alltag in den neuen Bundesländern und die Aufarbeitung der geschichtlichen Vergangenheit. Außerdem geht es um Morbus Crohn, selektiven Mutismus, Familienalltag, Lifestyle und Gesundheit, Kreatives und Querdenken.

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