Gedanken zu den Ausschreitungen in Chemnitz. Mir brummt der Kopf bei soviel Hass.

 
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Sachsen ist in den Schlagzeilen und das nicht erst seit heute.
Doch das nun Chemnitz betroffen ist – das macht mich betroffen, denn diese Stadt gilt als freundlich und offen, eine Bildungsstadt mit viel Kultur und bunter Vielfalt.
In Chemnitz wurden immer CDU, LINKE und SPD im Kopf an Kopf Rennen gewählt, außer im vorigen Jahr, da wählten die Chemnitzer plötzlich CDU, LINKE und AfD.
Warum, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Das offenbar die SPD-Wähler irgendwo anders hingewandert sind, scheint mir klar zu sein – aber wieso hin zur AfD?

Das Internet läuft gefühlt über, anders kann ich das nicht beschreiben.
Journalisten berichten von Rechtsextremen, die in Chemnitz aufmarschiert sind, die rechte Hand für den Hitlergruß nach oben reißen und Migranten hinterherjagen, um nach ihnen zu treten.

Leute auf Twitter, ohne Bild, Wohnort oder aktueller Timeline erklären mir dagegen ihre Sicht der Welt.
Ich solle nicht so viel FAZ und Bild lesen!
Schließlich hätten Linksradikale den Hitlergruß gezeigt, um Stimmung zu machen, außerdem wären vonseiten der Linksextremisten Steine geflogen und hätten verschiedene Teilnehmer der Spontandemo verletzt.
Ich solle mir doch bitte endlich mal eine eigene Meinung bilden und nicht den Medien alles glauben.

Dann bekomme ich die Mitteilung – ein anderes soziales Netzwerk – dass ich es wohl gutheiße, wenn es Messerstechereien gibt. Solche, die von Syrern und Irakern ausgehen, die nicht mehr selten sind, die immer öfter und überall passieren in Deutschland. Und die einem jungen Familienvater in Chemnitz das Leben kosteten.

Die Rechten missbrauchen den Tod von Daniel H., schreibt mir eine andere Person, denn er war Deutscher mit kubanischer Abstammung, hatte seine Heimat in Chemnitz und ist dort schon in früheren Zeiten vor den Rechtsextremen geflüchtet, weil sie ihn nicht für “deutsch” genug hielten.
Ich bekomme einen Hinweis auf einen Freund und Bekannten im Facebook, der Daniel H. offenbar kannte, jedoch nicht mehr in Chemnitz wohnt.

Es ist zum K…, dass alle Chemnitz jetzt zur Nazistadt deklarieren, wieder eine andere Unterhaltung, eigentlich sollte ein Trauermarsch für Angehörige und Freunde von Daniel H. stattfinden, der dann von Rechtsextremen besucht wurde. Daher kam die große Zahl aller Besucher der Demonstration zusammen. Denn die Blumen und Kerzen legten und stellten Menschen als Gedenken an den Tod von Daniel auf.

Warum nicht alle Einwohner von Chemnitz zur Zivilcourage aufstünden, fragen mich viele Leute im Netz, um gegen Fremdenfeindlichkeit Gesicht zu zeigen. Schließlich wurden in Chemnitz Migranten gejagt, Nazis hätten freie Hand in Sachsen. Weshalb gibt es keine Gegenveranstaltungen?

Keiner denkt an Frau und Kind von Daniel H., schreibt mir eine junge Frau aus Chemnitz, es gibt keine Spendenaktion für die Beerdigung oder Trauerfeier, obwohl seine Frau die Unterstützung sicher gut gebrauchen könnte. Überhaupt gibt es nicht wirklich richtige Anteilnahme für den schrecklichen Tod an ihm, er geht vollkommen unter in der ganzen Berichterstattung.

Abends treffen sich in der Innenstadt von Chemnitz “Araberbanden”, sie rotten sich zusammen und die Bevölkerung hat Angst, lese ich auf Twitter von einem Herrn, der der Gesellschaft und besonders den Medien unterstellt, die Augen zuzumachen vor der Gefahr dieser Leute. Nur deshalb würde es so eskalieren, dass die Rechten aufmarschieren, weil keiner seit 2015 – seit der sogenannten Flüchtlingskrise – etwas dagegen tut.

Die Polizei in ganz Sachsen ist braun, hält jemand dagegen, ganz Sachsen ist ein brauner Sumpf und die Rechtsextremen werden geschützt. Sieht man ja an dem Vorfall in Dresden vor ein paar Wochen.

Es gibt nicht genügend Polizisten, bekomme ich auf Facebook die Info, die Polizei ist viel zu gering aufgestellt, an allen Stellen wird gespart, gekürzt und reduziert. Wie soll da die Sicherheit gewährleistet werden?

Ich zahle keinen Cent Steuergelder mehr für diese Chemnitz-Nazis, lese ich später und bin geschockt. Meint er damit die Nazis oder die Einwohner?
Gibts da einen Unterschied? kommt als Antwort aus den alten Bundesländern zurück.

Mir brummt der Kopf. Es prallen Welten aufeinander. Wo liegt die Wahrheit?
Ich wohne seit über zehn Jahren in Sachsen, bin in Südbrandenburg aufgewachsen und fühle mich im Leipziger Land sehr wohl. Wir sind glücklich als kleine Familie und uns geht es gut.
Hin und wieder wandern wir durch die sächsische Schweiz bis zu den Schwedenlöchern und weiter und schippern die Elbe lang runter. Wir baden in den wunderschönen Seen hier bei uns um Leipzig und gehen auf den Weihnachtsmarkt nach Chemnitz oder Freiberg.
Das hört sich sehr schön an und das ist es auch. Hier ist die Heimat, der Ursprung meines Mannes und meiner Tochter und ich liebe sie beide.

Meine Freundin Fauzia
Wisst ihr, 2014 lag ich nach einem Darmverschluss im Klinikum St. Georg in Leipzig zusammen mit einer Frau auf der Wachstation, die aus dem Irak stammte.
Sie hatte sechs oder sieben Kinder, die älteste Tochter – ich glaube sie war 14 oder 15 – lag im Uniklinikum Leipzig. Beide waren durch Messerstiche des Familienvaters lebensbedrohlich verletzt worden, meine Bekannte Fauzia hatte 40 Messerstiche unter anderem in mehrere Organe versetzt bekommen.
Wir hatten den ganzen Tag über eine Woche lang Zeit, uns zu unterhalten.
Sie war so eine liebe Frau, jedoch hin und wieder bekam sie Panikattacken und fegte alles vom Nachttischchen, was da so stand. Sie schrie nach Hilfe und war kaum zu beruhigen.
Für ihre Bluttransfusionen hatte sie zuerst nicht so viel übrig, denn sie trug Sorge, ob das Blut nicht verunreinigt sei durch Spender mit anderen Essgewohnheiten. Genaugenommen ging es um Schweinefleisch-Esser.
Ja, sie sei Muslimin und ihr gefiele es in Deutschland. Seit 2004 (oder2005) sei sie schon hier, ihr Mann sei immer lieb und sehr fürsorglich gewesen. Sie färbe sich gern die Haare und ist gern geschminkt (sie sah wunderschön aus, ich habe später ganz viele Bilder von ihr geschickt bekommen) und sie will doch bald mit ihrer kleinen Tochter Kindergeburtstag feiern.
Und dann begann sie zu heulen und ich heulte mit, so lagen wir da beide mit immensen Schmerzen und vermissten unsere kleinen Töchter, die sogar genauso alt waren. Fauzia und ich waren auch fast genauso alt.
Ich weinte sehr leise und sie sehr laut. Es gab Unterschiede und doch mochte ich sie so sehr. Ihr glaubt überhaupt nicht, wie lieb und warmherzig sie war.
Ihre Familie kam sie ganz oft besuchen, also ihr Bruder mit seiner Frau und ihre Tante und ihr Onkel und sie berichtete mir später, dass die Eltern im Irak geblieben waren, denn sie wollten dort trotz Krieg nicht weg.
Seit Saddam Husein nicht mehr an der Macht gewesen ist, wäre alles noch viel schlimmer geworden, vor allem für Mädchen und Frauen. Die durften nicht mehr in die Schule gehen und nicht mehr weiter studieren.
Ich hörte nur zu. Was wusste ich schon vom Irak? Hussein kannte ich nur als Diktator, ich wusste nichts davon, dass er Frauen studieren ließ.
Mir fiel ehrlich gesagt gar nichts darüber ein, was ich zum Gespräch hätte beitragen können, außer zu fragen, ob sie Geschichten aus 1001 Nacht kennt. Aladin und die Wunderlampe und so.
Nein sie schüttelte lachend den Kopf, was soll das sein und was für ein lustiger Name sei Aladin. Vielleicht käme es aus dem Arabischen für “Der Glaube ist groß”, sie wüsste jedenfalls nichts über diese Geschichten.
Ich sollte sie ihr erzählen und wir mussten beide über die Erzählungen lachen. Der fliegende Teppich amüsierte sie.
Ihr Bruder brachte mir einen Tag Bonbons und Kaugummis mit und gleichzeitig wartete vor der Tür stets und ständig die Kriminalpolizei und kontrollierte, wer zu Fauzia Zutritt hat und wer nicht.
Es war alles so seltsam verschoben, so in sich widersprüchlich.
So herzliche Menschen, lieb, ganz sehr lieb. Die Tante küsste mich auf meine Stirn, als ich einmal losweinen musste. Denn es waren drei der kleineren Kinder von Fauzia da, aber ihr Baby erkannte sie nicht und wollte nicht auf ihren Arm. Das berührte mich so sehr, zumal ich selbst meine vierjährige Tochter sehr sehr sehr vermisste, dass ich anfing zu weinen. Diesmal laut.
Sie wollte mich später so gern treffen, wir hatten auch Telefnnummern ausgetauscht, jedoch ich traute mich nicht dorthin zu fahren, wo sie wohnte. Darüber war sie ziemlich traurig und wir wollten uns eigentlich irgendwo in Leipzig treffen. Daraus wurde jedoch nie etwas, weil sie irgendwann sagte, das Handy gehöre ihrem Bruder und sie könne nicht immer antworten. Das fand ich für mich etwas unangenehm, da ich ihr ja schon einiges von mir geschrieben hatte.
Alles wurde offenbar auch regelmäßig von der Polizei kontrolliert.
http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Mordversuch-an-Frau-und-Tochter-Anklage-gegen-Familienvater

Das ist halt so eine Geschichte, die mich damals sehr nachdenklich machte.
Der Vater der Kinder war im Irak gewesen und als er zurück kam, war er verändert. Sie sollte sich plötzlich nicht mehr schminken und nicht so tun, als sei sie eine “moderne Deutsche”.
Außerdem sollte sie kein eigenes Geld mehr ausgeben und die Kinder sollten nicht zu McDonalds gehen und auch sonst nicht mehr soviel Spielzeug, Klamotten usw bekommen (alles was Spaß macht eigentlich)
Irgendwann hatten sie deswegen mehr als oft sehr großen Streit und der letzte endete dann so tragisch.Er hätte sie umgebracht!
Das ist eine der schlimmsten Lebensgeschichten, die ich je gehört habe. Sie wollte Muslima sein, aber mit Spaß am Leben. Und sie sagte den einen Satz: “Wir sind noch nicht so weit wie ihr. Ich will so frei sein wie du. Allah sei mit dir”
Dann wurde sie auf die normale Station geschoben. Auf diesen Satz habe ich sie nie wieder angesprochen. Gemerkt habe ich ihn mir aber.

Sachsen und seine Probleme
Es betrifft eigentlich gar nicht nur Sachsen, sondern gilt meiner Beobachtung nach bundesweit: Es wächst die große
Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
Der Niedriglohnsektor, Hartz IV, schlechte Kinderbetreuung und lückenhaftes Bildungssystem, Pflegenotstand und zu wenig Polizei, die harmlosen und weniger harmlosen Flüchtlinge und dazu Politiker, die sich nicht flexibel auf genau diese Situation einstellen können – alle diese Faktoren bilden einen richtigen Brennpunkt, der schon sehr lodert.
In den neuen Bundesländern ist diese Situation natürlich noch verstärkt, die Arm-Reich-Schere wird jeden Tag größer und es kommen nach wie vor große demografische Probleme durch die einstige Abwanderung zustande:
Eine ganze Generation von gut ausgebildeten Leuten fehlt und dafür hocken die Älteren und Altern hier herum. Das ist alles nach wie vor so tragisch, dass mir echt das Herz blutet.
Ja, mir tut das weh, ich fühle mich von jedem einzelnen brutalen Kommentar gegen “die Sachsen” persönlich getroffen und ich muss euch sagen, ich glaube, da steckt mehr dahinter als Gesicht zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit.
Es muss dringend etwas gegen die rechtsextreme Szene und die Neonazis in Sachsen (und nicht nur hier!!!) getan werden. Es ist gut, wenn Verstrickungen dieser Szene mit Polizei und Justiz gnadenlos offengelegt werden. Die Pressefreiheit will ich ebenso geschützt wissen, da ich selbst Medienschaffende bin.
Ich habe diese gefährliche Szene über viele Jahre wachsen sehen und bin mehr als traurig und entsetzt, dass ich nun mit 40 genau dasselbe wieder erleben muss wie mit 13 oder 14.
Eine gewaltbereite Jugendsubkultur, die ja auch von irgendwem in den Neunzigern genährt wurde, wuchs sich aus zu der vernetzten Szene von heute.
Beate Zschäpe war nicht so viel älter als ich und ich glaube, ich bin ihr in Jena schon über den Weg gelaufen. Seitdem ich ein Video von ihr auf youtube angeschaut habe, als sie noch sehr jung war, bin ich mir ziemlich sicher, sie in den Neunzigern mit ihrer Clique gesehen zu haben. Wie oft war ich in Jena bei Freunden, ich habe 1994 eine Lehrausbildung im Porzellanwerk in Kahla begonnen.
Jena in Thüringen als Brutstätte für eine spätere NSU-Terroristin. Das ist sehr krass. Es war eine sehr turbulente Nachwendezeit.

Ich kann mich nur immer und immer wieder wiederholen.
Die Ursache für das Erstarken der Neonaziszene im Osten Deutschlands ist in sehr vielen Faktoren zu suchen, die sich ungünstig überlagert haben. Und ja, ich bin der Ansicht, eine Aufarbeitung muss stattfinden und eine Ursachensuche auch. Ohne ist das Aufknoten nicht mehr möglich. So ist meine persönliche Meinung dazu. Ändern können wir das Geschehene nicht mehr. Jedoch wir können es so besser verstehen und dementsprechend für die Zukunft anders machen.
Hier gibt es noch andere Artikel zum Thema Ostmentalität und Entwicklung:
Sachsen, die Polizei, Pegida und Journalisten. Alles sehr angespannt.
Alle wissen über den Osten Bescheid. Nur der Osten nicht.
Ich bin weder antideutsch noch rassistisch
Meine Nationalität ist Mensch. Der Osten, der Rechtsextremismus und Deutschlands Aufarbeitung.
Die Rolle der Frau, wir sind kein Vieh!
Bitte beachtet, dass diese Artikel über einen Zeitraum von 2016 – 2018 geschrieben wurden und sich meine Inhalte natürlich auch weiterentwickeln je nachdeml was gerade passiert (ist)
Zurück zu den bösen Sachsenkommentaren.
Ich persönlich fühle mich momentan wie zermahlen.
Die einen pöbeln mich direkt an und erklären mir, wie ich mir meine Meinung zu bilden habe.

Die nächsten beleidigen mich, weil ich schreibe, dass sich der Osten ganz strikt gegen jede Art von Fremdenfeindlichkeit dstanzieren muss. So auch die Landesregierung von Sachsen. Und nicht nur das. Es muss sehr dringend ein intensiv ausgearbeitetes Konzept her, wie in Zukunft damit umgegangen wird und das ist nicht nur Ländersache, sondern eine Aufgabe der Bundesregierung!

Beleidigungen fliegen mir um die Ohren, dass ich als Sachse ja wohl die Augen verschließe vor dem Problem mit den Neonazis. Ich könnte abfeiern, wenn es nicht so traurig wäre. Wie oft habe ich eins auf die Schnauze bekommen als junge Frau bereits. Und nein, ich war nicht in der Gruppe unterwegs, ich war allein auf Bahnhöfen auf dem Weg nach Thüringen und fiel den Rechten alleine durch rot gefärbte Haare, Löcher in den Hosen und Nasenstecker auf.
Einer dieser Bahnhöfe war Wurzen. Ich war 17 und ja, ich hatte Angst. Hoffentlich melden sich noch andere, die durch diesen Artikel ermutigt werden, über ihre Erfahrungen in der Zeit zu schreiben. Denn es gibt viele Zeit- und Augenzeugen. Ich bin keine “Linksradikale” und es waren angeblich “stolze Deutsche”, die mich schlugen.
Gleiches gilt für die Schulzeit ab der achten Klasse 1990/1991. Übrigens im Süden Brandenburgs.

Meine Meinung zu dem ganzen Thema ist, dass es definitiv eine vernetzte rechte Szene gibt.
Es ist vielerorts sehr gefährlich, sich öffentlich dagegen zu stellen. Was sich hier manche so darunter vorstellen, zeigt mir, dass der Ernst der Lage total verkannt wird.
Wer sich im Alltag nicht viel mit solchen Sachen beschäftigt, merkt von dieser Szene so gut wie nichts, außer bei Versammlungen oder Demonstrationen. Bomberjacken und Springerstiefel, das war einmal.
Ich kenne nette, hilfsbereite Menschen – und das meine ich ehrlich – die ich bei genauerem Hinsehen leider als rechts einstufen muss. Ich rede hier nicht von “ach, jeder der seine Meinung sagt, ist gleich rechts”, sondern von Leuten, die in der rechtsextremen Szene tief verankert und verbunden sind, sei es durch Kontakte in deren Business (Musik, Sport, Läden usw) als auch durch Mitorganisieren von verschiedenen Veranstaltungen.
Es gibt auch momentan oft Kindergärten, in denen Luftballons der AfD hängen oder Bonbons derselben verteilt werden.
Wenn da niemand etwas sagt, ja dann wird es auch nicht verhindert.
Ob das nun auf ganz Sachsen so zutrifft, kann ich absolut nicht sagen.

Sachsen ist der Indikator für Deutschland
Eins ist klar, dadurch dass Iraker Deutsche mit Messern niederstechen oder sich die Flüchtlinge auch untereinander töten, ist natürlich ein Brennpunkt gegeben, der nicht einmal allein der regulären Polizei überlassen werden darf. Hier müssen Spezialeinheiten her, die von der Bundesregierung gestellt werden müssen.
Das darf nun natürlich nicht zum Akt gegen Flüchtlinge ausgelegt werden. Es sollte nicht so extrem an zwei Rändern diskutiert werden, sondern es muss ein fairer Konsens her.
Es sind nicht alle Flüchtlinge lieb und nett, das steht fest. Viele sind zu integrieren, aber längst nicht alle.
Trotzdem sind mit der Flüchtlingswelle auch etliche Straftäter ins Land gekommen und das ist tatsächlich ein Problem. Dazu kann jeder einen Ausflug in die Eisenbahnstraße nach Leipzig unternehmen.
Das Rollenbild der Frau ist im Osten ein hohes Gut. Frauen sind hier sehr selbstbewusst und ich muss sagen, dass ich das auch wirklich gut finde. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau war zwar auch in der DDR leider nicht gsnz erreicht, jedoch wir befanden uns da auf einem guten Weg.
Demzufolge wird die Berührung mit altmodischen Rollenbildern im Osten immer sehr heftig ausfallen und gegebenenfalls eskalieren. Das ist keine Drohung, es liegt ganz einfach in unserer Kultur begründet.
Fazit ist: Der Osten tickt anders und jeder, der Menschen wie mir ernsthaft helfen will, muss sich natürlich auch mit der Lebensart hier auseinandersetzen, nach wie vor.
Wer andere beschimpft aufgrund ihrer Herkunft, den empfinde ich persönlich als arrogant und überheblich. Den lasse ich weder in mein Leben noch in mein Herz.
Und bevor ich es vergesse: In Chemnitz waren auch Rechtsextreme aus fünf anderen Bundesländern, unter anderem Thüringen und Nordrhein-Westfalen.
Denkt mal in Ruhe darüber nach, was die in Chemnitz zu suchen haben. Es geht uns alle an!
An alle Sachsen, die jetzt aufatmen: Jeder Einzelne muss etwas gegen Ausländerhass tun! Wir müssen ein Zeichen setzen!

 

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