Wenns rappelt und zappelt im Darm. Morbus Crohn und der Alltag.

Lesezeit: 4 Minuten

Nunja. Über Erkrankungen schreiben, ist wohl immer ein wenig delikat.
Wer will sowas schon lesen?
Die Betroffenen wissen meistens selber, wie es ist und die gesunden Leute wollen sich wahrscheinlich nicht damit befassen.
Das ist doch auch verständlich!
Was mir nur immer so auffällt, ist: “Ich sehe nicht krank aus, also wird es wohl auch nicht so schlimm sein.”
Leider ist es das eben doch.

 

Projekt Schrebergarten. Die Liebe zur Natur.

Lesezeit: 3 Minuten

Wir vier – also Mann, Kind, Hund und meine Wenigkeit – haben einen Schrebergarten.
Ja genau, in so einem spießigen Kleingartenverein.
Der eigentlich gar nicht so spießig ist.
Bei uns steht ein kameradschaftliches Miteinander im Vordergrund, fast schon irgendwie demokratisch.
Das war nicht immer so und regte unsere Gemüter bis vor einem Jahr ziemlich auf.
Doch jetzt ist Ruhe eingekehrt.
Unsere Kleingartenanlage ist sehr ruhig gelegen, die Grundstücke fantastisch in Größe und Lage und wir sind ohnehin die ultimativen Anbau-Freaks, sodass wir damit absolut kein Problem haben.
Spätestens, wenn die ersten Radieschen hervorlugen, ist unsere Tochter jedesmal hellauf begeistert. Auch ins Erdbeerbeet sehen wir sie öfter verschwinden und nur die roten Hände erzählen vom heimlichen Erdbeerpflücken. 😉

 

Ohne Smartphone kein Instagram. Oder doch?

Lesezeit: 3 Minuten

Wer wie ich aus seinem Leben bloggt, ist natürlich instagramsüchtig.
Doch ich hatte vor drei Tagen das große Pech, dass mir das Display meines Smartphones zersplitterte, als es in der allgemeinen Familienhektik vom Gartentisch fiel. Aus die Maus, nix Instagram!
Auf dem PC lässt sich Instagram nicht so wirklich bedienen, vor allem können keine Bilder hochgeladen werden und auch verschiedene andere Funktionen fehlen!

 

Die Frauen vom Löwenhof. Agnetas Erbe.

Lesezeit: 4 Minuten

Über mytest.de nahm ich an einer Testlesung teil. Das Buch interessierte mich und ich ging recht unvoreingenommen an die Sache heran. In letzter Zeit fehlte es mir an guten Empfehlungen für lesbare Bücher, sodass mir dieser Produkttest ganz gelegen kam.
Sehr schnell wurde ich mit der Hauptdarstellerin eins, ich fühlte mich ihr unwahrscheinlich nah und konnte ihre Handlungsweisen sehr gut nachvollziehen.
Agneta, die ihren Ursprung in einer schwedischen Grafenfamilie hat, will aus genau dieser ausbrechen. Ihr sind die konventionellen Sichtweisen zuwider, ebenso liegt ihr Standesdünkel fern.
Deshalb entscheidet sie sich für ein Leben fernab des elterlichen Gutes, im Hinterkopf immer die Sicherheit, dass ihr älterer Bruder ohnehin irgendwann den Löwenhof erbt.
Doch dann kommt alles ganz anders.

 

Ich will so sein wie alle anderen, Mama

Lesezeit: 8 Minuten

Ich bin der geborene Optimist.
Nicht, dass ich jetzt nur rosa Wolken sehe, wo es eigentlich schwere Probleme gibt – so nicht, aber ich sehe immer einen Lösungsansatz.
Probleme sind da, um sie zu lösen, sagte früher unsere Deutschlehrerin und ich finde, sie hatte Recht.
Es gibt Herausforderungen, denen müssen wir uns stellen und können nicht flüchten oder den Kopf in den Sand stecken.
Doch manchmal habe ich in letzter Zeit das Gefühl, zu zerbrechen.
Es klingt komisch, ich habe wirklich sehr viele Dinge in meinem Leben (er-)tragen und das Allerbeste daraus gemacht.
Ich habe ein ganzes Land untergehen sehen, wie Tausende andere und mich auf ein völlig neues Schulsystem eingestellt.
Meine Lehrausbildung zur Glas-und Kerammalerin habe ich mit Bravour gemeistert, obwohl ich wegen eines Geschwürs im linken Auge ein Jahr pausieren musste.
Ich habe wieder sehen gelernt und dafür gekämpft, wieder Auto fahren zu dürfen. Da war ich zarte 20.
Weil Betriebe nicht gern gesundheitlich eingeschränkte Menschen beschäftigen woll(t)en, hatte ich nach der Ausbildung in der Kahla / Thüringen Porzellan GmbH keine Chance auf Übernahme und musste mich neu orientieren.
Das war 1998 und nur die Allerbesten wurden damals übernommen.
Ich besuchte die Fachoberschule zum Erwerb der Fachhochschulreife und ergatterte danach eine Umschulung zur Mediengestalterin. Irgendwie musste ja auch Miete gezahlt werden und ein bisschen was zu essen gekauft. 😉
Es waren so viele harte Zeiten dabei, vor allem finanziell, aber auch gesundheitlich und doch habe ich das alles geschafft.
Ihr ahnt wirklich nicht, wie sehr manchmal ein einziger Spruch einer Lehrerin dein ganzes Leben beeinflussen kann.
Als ich 2007 schwer an Morbus Crohn erkrankte und nach einer langwierigen Operation im künstlichen Koma lag, wurde ich obdach- und arbeitlos.
Durch meine liebe Familie, die mir beistand und mich auffing, habe ich auch jenen harten Schicksalsschlag überstanden, wie so eine Katze, die immer wieder auf die Pfoten fällt.
Aber dieser Satz meiner Tochter kürzlich – der traf mich in Mark und Bein.

 

Ich hänge irgendwie durch. Energie adé. Wie Deutschland seine Kinder behandelt.

Lesezeit: 4 Minuten

Seit Tagen fühle ich mich wie ausgesaugt. Es gehen mir vielleicht zu viele Gedanken durch den Kopf oder liegt es am wechselhaften Wetter?
Einmal Sonnenschein, dann wieder Stürme – so ähnlich geht es mir momentan auch.
Ich weiß nicht, wohin das führen soll, zumal es recht untypisch für mich ist.
Normalerweise bin ich der Fels in der Brandung. Ich weiss, wo ich stehe, kann mit meinen Kräften gut haushalten und bin meistens relaxt und gutgelaunt.
Doch vielleicht ist es an der Zeit sich irgendwie weiterzuentwickeln oder neue Prioritäten im Leben zu setzen.
Ich habe das Gefühl, zu viele Themen, die mich persönlich sehr mitnehmen, strömen auf mich ein.
Für so empfindsame und empathische Menschen wie mich war Abgrenzung von den Sorgen und Problemen in der Welt noch nie einfach. Doch ich habe es in gut 40 Jahren gelernt, wunderbar damit klarzukommen und meine Gabe als Geschenk zu sehen. Das hier geht mir jedoch trotzdem an die Nieren!

 

Zwei Tage für mein neues Theme Verbosa

Lesezeit: 3 Minuten

Ich hatte so viel geplant. Als Bloggerin, Mediengestalterin & Content Writerin arbeite ich von Zuhause aus und jeder glaubt, da ist nicht viel zu tun. Es wird nicht wirklich ernst genommen von der Außenwelt.
Doch alle, die selbst bloggen – vor allem beruflich, als Inluencer oder sogar Vlogger – wissen, dass wir Home-Office- Worker einen Plan brauchen und zwar einen richtig straffen.
Organisation ist alles, da führt kein Weg dran vorbei.
Bei mir sind die meisten dieser Pläne im Kopf, im Smartphone und hin und wieder auch ganz oldschool in meinem Nachdenk-Büchlein.
Konzepte zu schreiben, Recherche zu betreiben und natürlich auch das Ausformulieren von Texten ist kein Pappenstiel, sonst wäre es auch kaum eine lohnenswerte Tätigkeit.
Und dann ist da noch die Sache mit WordPress und der Webseite.

 

Die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung

Lesezeit: 2 Minuten

Ich habe einige Nächte schlecht geschlafen und komme einfach nicht dahinter, warum.
Im Grunde sind wir eine tolle kleine Familie 👪 mit einem wirklich guten Leben. Das ist etwas, was ich nach den vielen Strapazen durch meinen schweren Morbus Crohn besonders zu schätzen weiß.
Damals – nach plötzlichem Ausbruch der Erkrankung – war ich in einen Strudel von Sorgen, Kummer, Obdachlosigkeit und sozialen Abstieg geraten. Während ich im künstlichen Koma lag, verlor ich meine Wohnung, meinen Job und meine Fitness.

 

Das ziehe ich nicht an. Und ich will andere Eltern!

Lesezeit: 8 Minuten

Wir sind ja an und für sich eine relativ normale Familie.
Nur hin und wieder kommen uns dann doch so ein paar Zweifel. Vor allem, wenn wir sehen, wie andere Familien so sind.
Wobei es ja auch sein kann, dass die dann unnormal sind und wir nicht. Wer weiß das schon?
Lange Rede, kurzer Sinn: Normal gibts wahrscheinlich nicht und demzufolge dürften wir eigentlich nicht schlechter abschneiden als andere.