Unser Besuch in Karls Erdbeerdorf in Elstal bei Berlin

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Der achte Geburtstag unserer Tochter brachte uns auf die Idee, mit ihr in Karls Erlebnisdorf zu fahren.
Ihr wisst schon, die verrĂŒckte Erdbeerwelt gekoppelt mit viel FreizeitvergnĂŒgen fĂŒr Kinder und ihre Freunde und Familien. Kennt ihr noch nicht?
Wir haben das erste Mal davon Wind bekommen, als wir an der Ostsee Urlaub gemacht haben – genauer gesagt auf Usedom.
Dort gibt es in Koserow ebenfalls ein Erdbeerdorf und das gefiel uns so gut, dass wir am liebsten gar nicht mehr darauf verzichten wollen.
Doch leider gibt es bei uns in Sachsen keinen solchen Hof, was wir ziemlich schade finden.
Gerade im Leipziger Land wĂ€re doch noch jede Menge KapazitĂ€t fĂŒr so einen tollen Freizeitpark!
Die Gegend um Machern hat ohnehin einen Bezug zur Erdbeere – hier wurde die “Ruhm von Machern” um 1902 gezĂŒchtet, die Erdbeere der Erdbeeren 😉

 

Die Sache mit dem Murmeltier oder : Raus aus dem Hamsterrad.

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Es gab da mal so einen Film, den manche vielleicht noch kennen.
Und tĂ€glich grĂŒĂŸt das Murmeltier.
Gefangen in einer Endlosschleife erlebt ein Mann seinen Tag wieder und wieder, bis er sein Verhalten von egoistisch und arrogant in verstĂ€ndnisvoll und mitfĂŒhlend umĂ€ndert.
Das wÀre bei so manchem Zeitgenossen in unserem Umfeld auch ganz angebracht.
Seitdem steht diese Murmeltier-Aussage jedenfalls vereinfacht fĂŒr einen gefĂŒhlt immer wiederkehrenden Tag.
Ein Hamsterrad sozusagen, ein langweiliges routiniertes Leben, dass jeden Tag so gleich erscheinen lÀsst, dass du in deiner Erinnerung spÀter nicht mehr auseinanderhalten kannst, was wann passierte.
Es gab eine Zeit in meinem Leben, da ging es mir auch so.
Mir fehlten Anregungen zum GlĂŒcklichsein, ich hatte keine interessanten Begegnungen auf dem Weg zur Arbeit oder sogar im Arbeitsteam. Mir fehlte mein gewohntes soziales Umfeld, welches ich fĂŒr eine Beziehung weit hinter mir gelassen hatte. Ich konnte mich nicht einleben an dem Ort, den ich doch bewusst und freiwillig fĂŒr mein weiteres Leben gewĂ€hlt hatte.

 

Wenns rappelt und zappelt im Darm. Morbus Crohn und der Alltag.

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Nunja. Über Erkrankungen schreiben, ist wohl immer ein wenig delikat.
Wer will sowas schon lesen?
Die Betroffenen wissen meistens selber, wie es ist und die gesunden Leute wollen sich wahrscheinlich nicht damit befassen.
Das ist doch auch verstÀndlich!
Was mir nur immer so auffĂ€llt, ist: “Ich sehe nicht krank aus, also wird es wohl auch nicht so schlimm sein.”
Leider ist es das eben doch.

 

Projekt Schrebergarten. Die Liebe zur Natur.

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Wir vier – also Mann, Kind, Hund und meine Wenigkeit – haben einen Schrebergarten.
Ja genau, in so einem spießigen Kleingartenverein.
Der eigentlich gar nicht so spießig ist.
Bei uns steht ein kameradschaftliches Miteinander im Vordergrund, fast schon irgendwie demokratisch.
Das war nicht immer so und regte unsere GemĂŒter bis vor einem Jahr ziemlich auf.
Doch jetzt ist Ruhe eingekehrt.
Unsere Kleingartenanlage ist sehr ruhig gelegen, die GrundstĂŒcke fantastisch in GrĂ¶ĂŸe und Lage und wir sind ohnehin die ultimativen Anbau-Freaks, sodass wir damit absolut kein Problem haben.
SpĂ€testens, wenn die ersten Radieschen hervorlugen, ist unsere Tochter jedesmal hellauf begeistert. Auch ins Erdbeerbeet sehen wir sie öfter verschwinden und nur die roten HĂ€nde erzĂ€hlen vom heimlichen ErdbeerpflĂŒcken. 😉

 

Ohne Smartphone kein Instagram. Oder doch?

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Wer wie ich aus seinem Leben bloggt, ist natĂŒrlich instagramsĂŒchtig.
Doch ich hatte vor drei Tagen das große Pech, dass mir das Display meines Smartphones zersplitterte, als es in der allgemeinen Familienhektik vom Gartentisch fiel. Aus die Maus, nix Instagram!
Auf dem PC lÀsst sich Instagram nicht so wirklich bedienen, vor allem können keine Bilder hochgeladen werden und auch verschiedene andere Funktionen fehlen!

 

Die Frauen vom Löwenhof. Agnetas Erbe.

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Über mytest.de nahm ich an einer Testlesung teil. Das Buch interessierte mich und ich ging recht unvoreingenommen an die Sache heran. In letzter Zeit fehlte es mir an guten Empfehlungen fĂŒr lesbare BĂŒcher, sodass mir dieser Produkttest ganz gelegen kam.
Sehr schnell wurde ich mit der Hauptdarstellerin eins, ich fĂŒhlte mich ihr unwahrscheinlich nah und konnte ihre Handlungsweisen sehr gut nachvollziehen.
Agneta, die ihren Ursprung in einer schwedischen Grafenfamilie hat, will aus genau dieser ausbrechen. Ihr sind die konventionellen Sichtweisen zuwider, ebenso liegt ihr StandesdĂŒnkel fern.
Deshalb entscheidet sie sich fĂŒr ein Leben fernab des elterlichen Gutes, im Hinterkopf immer die Sicherheit, dass ihr Ă€lterer Bruder ohnehin irgendwann den Löwenhof erbt.
Doch dann kommt alles ganz anders.

 

Ich will so sein wie alle anderen, Mama

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Ich bin der geborene Optimist.
Nicht, dass ich jetzt nur rosa Wolken sehe, wo es eigentlich schwere Probleme gibt – so nicht, aber ich sehe immer einen Lösungsansatz.
Probleme sind da, um sie zu lösen, sagte frĂŒher unsere Deutschlehrerin und ich finde, sie hatte Recht.
Es gibt Herausforderungen, denen mĂŒssen wir uns stellen und können nicht flĂŒchten oder den Kopf in den Sand stecken.
Doch manchmal habe ich in letzter Zeit das GefĂŒhl, zu zerbrechen.
Es klingt komisch, ich habe wirklich sehr viele Dinge in meinem Leben (er-)tragen und das Allerbeste daraus gemacht.
Ich habe ein ganzes Land untergehen sehen, wie Tausende andere und mich auf ein völlig neues Schulsystem eingestellt.
Meine Lehrausbildung zur Glas-und Kerammalerin habe ich mit Bravour gemeistert, obwohl ich wegen eines GeschwĂŒrs im linken Auge ein Jahr pausieren musste.
Ich habe wieder sehen gelernt und dafĂŒr gekĂ€mpft, wieder Auto fahren zu dĂŒrfen. Da war ich zarte 20.
Weil Betriebe nicht gern gesundheitlich eingeschrĂ€nkte Menschen beschĂ€ftigen woll(t)en, hatte ich nach der Ausbildung in der Kahla / ThĂŒringen Porzellan GmbH keine Chance auf Übernahme und musste mich neu orientieren.
Das war 1998 und nur die Allerbesten wurden damals ĂŒbernommen.
Ich besuchte die Fachoberschule zum Erwerb der Fachhochschulreife und ergatterte danach eine Umschulung zur Mediengestalterin. Irgendwie musste ja auch Miete gezahlt werden und ein bisschen was zu essen gekauft. 😉
Es waren so viele harte Zeiten dabei, vor allem finanziell, aber auch gesundheitlich und doch habe ich das alles geschafft.
Ihr ahnt wirklich nicht, wie sehr manchmal ein einziger Spruch einer Lehrerin dein ganzes Leben beeinflussen kann.
Als ich 2007 schwer an Morbus Crohn erkrankte und nach einer langwierigen Operation im kĂŒnstlichen Koma lag, wurde ich obdach- und arbeitlos.
Durch meine liebe Familie, die mir beistand und mich auffing, habe ich auch jenen harten Schicksalsschlag ĂŒberstanden, wie so eine Katze, die immer wieder auf die Pfoten fĂ€llt.
Aber dieser Satz meiner Tochter kĂŒrzlich – der traf mich in Mark und Bein.

 

Ich hÀnge irgendwie durch. Energie adé. Wie Deutschland seine Kinder behandelt.

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Seit Tagen fĂŒhle ich mich wie ausgesaugt. Es gehen mir vielleicht zu viele Gedanken durch den Kopf oder liegt es am wechselhaften Wetter?
Einmal Sonnenschein, dann wieder StĂŒrme – so Ă€hnlich geht es mir momentan auch.
Ich weiß nicht, wohin das fĂŒhren soll, zumal es recht untypisch fĂŒr mich ist.
Normalerweise bin ich der Fels in der Brandung. Ich weiss, wo ich stehe, kann mit meinen KrÀften gut haushalten und bin meistens relaxt und gutgelaunt.
Doch vielleicht ist es an der Zeit sich irgendwie weiterzuentwickeln oder neue PrioritÀten im Leben zu setzen.
Ich habe das GefĂŒhl, zu viele Themen, die mich persönlich sehr mitnehmen, strömen auf mich ein.
FĂŒr so empfindsame und empathische Menschen wie mich war Abgrenzung von den Sorgen und Problemen in der Welt noch nie einfach. Doch ich habe es in gut 40 Jahren gelernt, wunderbar damit klarzukommen und meine Gabe als Geschenk zu sehen. Das hier geht mir jedoch trotzdem an die Nieren!