Seid fair zueinander! Die gewaltfreie Kommunikation.

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Wenn ein Gespräch oder eine Diskussion eskalieren, ist das mitunter von bedeutender Tragweite für die Zukunft, das weitere Zusammenarbeiten, die Freundschaft oder den nachbarschaftlichen Frieden.
Es gibt tausend gute Gründe, sich auf eine sachliche Argumentation zu beschränken, vor allem dann, wenn es tatsächlich um eine Lösungsfindung geht.
Heutzutage steht die Spaltung offensichtlich im Vordergrund. Ich bezeichne das als verbale Gewalt, denn nichts anderes ist es, wenn im Gespräch Wut, Zorn und mitunter sogar Hass Wörter zu Waffen formen.
Dabei geht es auch friedlicher. Vorausgesetzt, es ist überhaupt gewollt!

 
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Eine Eins in Musik. Nachteilsausgleich bei selektivem Mutismus.

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Beim selektiven Mutismus ist es so, dass dieser ganz gut überwunden werden kann, sodass wir nie die Möglichkeit in Betracht gezogen haben, unsere Tochter jemals öffentlich als "anders" betiteln zu müssen im Sinne eines Handicaps. Doch für die Schulzeit und darüber hinaus wird es wohl nicht viele Alternativen geben. Ein selektiv mutistisches Kind ist meistens nicht in der Lage, Lehrern Antworten zu geben, vor der Klasse Vorträge zu halten und vorzusingen...

 
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Wenn Kindergartenkinder in die Grundschule umziehen sollen. Das unausgereifte Konzept.

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Stellt euch vor, in eurem Ort gibt es einen Kindergarten, der zu wenig Kindergartenplätze zur Verfügung hat.
Deshalb kommt die Gemeinde auf eine ganz besondere Idee:
Alle Vorschulkinder werden schon ein halbes Jahr vor Schuleintritt in die Räume der Grundschule ausgelagert, damit im Kindergarten wieder mehr Platz für Neuzugang ist.
Das klingt unwahrscheinlich in euren Ohren?
Leider soll genau das ab Januar 2019 geschehen – in dem Ort, in dem ich lebe.

 
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Sie muss aber mitsingen. Weisheiten Außenstehender und die Inklusion.

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Es ist mal wieder soweit.
Dieses Thema wird wohl nie wirklich aufhören und wir als Familie auch nie zur Ruhe kommen.
Selektiver Mutismus: Unser Kind macht große Fortschritte in der Schule.
Mittlerweile flüstert sie mit der Klassen – und Schulleiterin, während sie mit der schulbegleitenden Ergotherapeutin schon locker und flüssig “quasseln” kann.
Ich bin total aus dem Häuschen und freue mich sehr für sie, denn ich als Mutter erahne, welchen Kampf unsere Tochter jeden Tag mit sich selbst kämpft.
Sie kann nicht willentlich beeinflussen, wann ihr Schweigen “zuschlägt” und braucht sehr viel Übung und kontinuierliches Training, um die tiefgreifende Sprechhemmung zu überwinden.
Der Zustand des kompletten “Einfrierens”, also der Versteinerung von Mimik und der verlangsamten Gestik beim Angesprochenwerden ist zwar fast nicht mehr vorhanden, jedoch unter größerem Druck auch schnell wieder da.
Sie wird älter und weiß mittlerweile, wie ihr “Zustand” heißt und wie sie da bestenfalls gar nicht erst hinein rutscht.
Das ist soviel Energie, die sie dafür braucht, dass ich nur den Hut vor ihr ziehen kann, wie gut sie dennoch die Schule meistert. Ihre Leistungen sind gut und sie will nun endlich auch so wie alle anderen Kinder im Unterricht mitwirken.

 
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Zwischen Trauer, Schweigen und Gewalt. Sachsen und der Osten.

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Es sind ein paar Tage vergangen, seitdem in Chemnitz ein junger Familienvater im Streit mit einem Syrer und einem Iraker niedergestochen wurde und verstarb.
Seitdem ist der Teufel los, sowohl in der Bevölkerung, als auch in den Medien und in der Politik bis hin zum Verfassungsschutz. Von den Social-Media-Kanälen im Netz ganz zu schweigen.
Selbst das Ausland sieht zu und jeder hat so seine Meinung.
Ich selbst wohne schon über fünfzehn Jahre in Sachsen, war zwischendurch auch mal in Sachsen-Anhalt und Brandenburg, kenne jedoch die sächsische Region und überhaupt die neuen Bundesländer von Klein auf.
Das kommt einmal daher, dass der ehemalige Bezirk Cottbus aus DDR-Zeiten an den ehemaligen Bezirk Dresden grenzte und genau aus dieser Region zwischen dem heutigen Brandenburg und Sachsen komme ich ursprünglich.
Ich bin also eine “waschechte Ossi” – in der DDR geboren und teilweise aufgewachsen bis zur Wende und in den neuen Bundesländern geblieben, ohne “abzuwandern” wie viele andere in meinem Alter.
Somit kenne ich so ziemlich alle Probleme und Sorgen, die uns hier im Osten sozusagen biografisch irgendwie aneinander ketten. Das beginnt bei Zusammenbruch des sozialistischen Staates, der Orientierung in einer vollkommen neuen Welt und den undurchsichtigen Machenschaften der Treuhand nach der Wende, geht über flächendeckende Arbeitslosigkeit und Umschulungen über Jahre bis hin zu massiver Abwanderung und endet bei Niedriglohn.
Ja, es ist ein wenig drastisch formuliert, denn selbstverständlich gab es auch viele Leute, die den Fuß ganz gut in die Tür bekommen haben und die es nicht ganz so schlimm getroffen hat.
Und es gab solche Menschen wie mich, die eben das Beste aus allem gemacht haben, auch wenn es wirklich nicht sehr einfach war.
Ich glaube, nach 27 Jahren ist es schon ziemlich traurig, dass große Unternehmen in Deutschland ihre Mitarbeiter in den alten Bundesländern besser entlohnen für weniger Arbeit als ihre Mitarbeiter in den neuen Bundesländern.
Ein Unternehmen – zwei unterschiedliche Bezahlungssysteme.
Das ist ja auch verständlich, denn der Osten ist für solche Unternehmen dadurch etwas billiger, und eigentlich können wir hier “froh” sein, dass das Outsourcing nicht noch weiter östlich oder sonst irgendwohin verschoben wird. So funktioniert das System.

 
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Kindergeburtstag für Achtjährige. Mitten im Tumult.

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Am Wochenende haben wir es endlich geschafft den Kindergeburtstag unserer Tochter nachzufeiern. Sie hatte ja bereits Anfang des Sommers ihren Ehrentag, doch durch Arbeit, Urlaub und Hitzwelle im großen Stil entschieden wir uns, diesen Monat nachzufeiern.
Das Wetter war ideal heute, um im Garten eine schöne Feier zu organisieren.
Doch was macht man mit einer Gruppe von sieben Mädchen im Alter von acht Jahren?
Hier habt ihr unsere Ideen, vielleicht inspiriert es euch.
Vorweg noch: Eine Schatzsuche war in diesem Jahr nicht mit dabei.

 
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Gedanken zu den Ausschreitungen in Chemnitz. Mir brummt der Kopf bei soviel Hass.

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Sachsen ist in den Schlagzeilen und das nicht erst seit heute.
Doch das nun Chemnitz betroffen ist – das macht mich betroffen, denn diese Stadt gilt als freundlich und offen, eine Bildungsstadt mit viel Kultur und bunter Vielfalt.
In Chemnitz wurden immer CDU, LINKE und SPD im Kopf an Kopf Rennen gewählt, außer im vorigen Jahr, da wählten die Chemnitzer plötzlich CDU, LINKE und AfD.
Warum, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Das offenbar die SPD-Wähler irgendwo anders hingewandert sind, scheint mir klar zu sein – aber wieso hin zur AfD?

 
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