Wenns rappelt und zappelt im Darm. Morbus Crohn und der Alltag.

Nunja. Über Erkrankungen schreiben, ist wohl immer ein wenig delikat.
Wer will sowas schon lesen?
Die Betroffenen wissen meistens selber, wie es ist und die gesunden Leute wollen sich wahrscheinlich nicht damit befassen.
Das ist doch auch verständlich!
Was mir nur immer so auffällt, ist: “Ich sehe nicht krank aus, also wird es wohl auch nicht so schlimm sein.”
Leider ist es das eben doch.

Schübe Unterschiede Morbus Crohn /Colitis Ulcerosa

Während sich bei der Colitis Ulcerosa die äusseren Darmschichten entzünden, durchdringen die Entzündungen beim Morbus Crohn alle Darmschichten. Es gab aus meinem Umkreis öfter die Beschreibung, der Darm löse sich förmlich auf. Bei extremen Schüben kann man das wirklich so sehen. Durch die Entzündungsherde werden sämtliche Darmschichten porös und dünnschichtig. Während eines Schubes, der weder erkannt noch medikamentös behandelt wird, kann es somit zu Darmdurchbrüchen kommen, nachdem die Entzündung eine Art Loch im Darm bildet. Wir können das bildlich vergleichen mit einer Wunde an der Hand oder dem Bein, wenn wir uns verletzt haben und sich diese Wunde entzündet. Wir wissen alle, was passiert, wenn sich so eine Wunde zu einem Entzündungsherd entwickelt und durch Verunreinigungen Eiter bildet.
Damit sich diese Entzündungen im Darm nicht ausbreiten, haben sich Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Steroide wie Prednison als sinnvoll erwiesen. Die Nebenwirkungen sprechen jedoch für sich und lösen die Angst aus, dass man davon abhängig wird oder zunimmt.