Wenn Männer breitbeinig da sitzen. Manspreading on Tour.

Lesezeit: 3 Minuten Seit 2017 gibt es in einigen großen Städten auf der Welt, wie New York, Seatlle oder Madrid, ein paar lustige Schilder. Auf denen steht die Aufforderung an Männer, sich nicht breitbeinig in die U-Bahn zu setzen und anderen Platz zu machen. Lustig deshalb, weil ich es irgendwie nicht so ganz ernst nehmen kann. Für diese Meinung habe ich auch einige Kritik auf Twitter geerntet. Dort gibt es direkt einen Hashtag #manspreading und die Diskussionen dazu sind schier unerschöpflich. Ich habe zu dem Thema geschrieben, dass doch Männer und Frauen bestimmt in der Lage sind, zu solchen unhöflichen Breitsitzern zu gehen und zu sagen, sie sollen Platz machen. Das stieß tatsächlich …

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Der Ton macht immer noch die Musik? Sei nicht höflich, sei verletzend.

Lesezeit: 4 Minuten Ich beobachte mit Erschrecken, wie sehr die heutige Zeit dazu einlädt, möglichst aggressive Töne anzuschlagen, sei es im Gespräch mit Freunden oder der Umgangston im Internet. Im Allgemeinen scheint es heutzutage irgendwie „in“ zu sein, von vornherein verbal einen minimal fühlbaren Angriff zu starten a´la „Noch bin ich lieb, aber ich bin stärker als du – sei gewarnt!“ Zynismus und Sarkasmus ziehen durch die Medien und ich habe den Eindruck, sogar durch mein Alltagsleben. Oberflächliche Floskeln machen sich ebenso breit wie recht ungesunde Ironie, die schon leicht überheblich wirkt und eigentlich kein Grund mehr zum Schmunzeln oder Lächeln ist. Dabei bin ich selbst ein ironischer Mensch, jedoch vielleicht einer mit …

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