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Mrs. Eastie – Königin des [ostdeutschen] Alltags
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The invisible enemy Corona

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Erlebnisse

The invisible enemy Corona

 
Lesezeit: 2 Minuten

Seit voriger Woche Freitag steht alles Kopf. Da gab der Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer bekannt, dass ab Montag alle Schulkinder Zuhause bleiben sollen, es sei denn, sie benötigen Notbetreuung.

Ab diesem Moment machte es bei vielen laut ‚Klick‘ im Kopf, wie schlimm die Situation um das Coronavirus sein muss.

Aber längst nicht bei jedem.

Bis heute (eine Woche später) ist in einigen Köpfen noch nicht angekommen, dass wir mitten in einer großen Pandemie stecken, die weltweit ausgebrochen ist und in Deutschland schon vor etlichen Wochen Realität geworden ist.

Nur eben nicht in Sachsen, sondern zuerst einmal in Nordrhein-Westfalen, Baden-Würtemberg und Bayern.

Andere westlichen Bundesländer folgten. Doch hier im Osten schien das weit weg zu sein. Tatsächlich gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht viele Meldungen zu Infizierten und wenn, dann sowas wie „haben keine oder nur leichte Symptome.“

Nur keine Panik auf der Titanic.

Irgendwann wurden es dann diese Woche doch ein paar mehr Infektionen in Sachsen. Jedoch da immer wieder mit der Influenza verglichen wird und da von manchen aufgerufen wird „sich nicht verarschen“ zu lassen- alles nur Panikmache“, laufen natürlich hier im Wohngebiet Jungs in Gruppen mit ihren Nerfs durch die Gegend und auf dem abgesperrten Spielplatz tummeln sich Kinder, die sich über die Verdachtsfälle in ihrer Familie lautstark austauschen.

Es kommt mir so unwirklich vor, und doch ist es Realität, dass wir es mit einem Virus zu tun haben, welches 80% der Bevölkerung wahrscheinlich „nichts weiter“ beschert als Husten, Halsschmerzen und Fieber, bei ca. 14% Lungenentzündung und Atemnot und bei den restlichen 6 % stationäre Aufnahme bis hin zu künstlicher Beatmung.

Das klingt wenig motivierend für Risikopatienten wie mich, mit schwerem Morbus Crohn.

Ich war in meinem Leben schon intubiert, also künstlich beatmet, lag ja schon im künstlichen Koma nach fünffacher Darmperforation und stand auch unter absoluter Isolation wegen Befall mit MRSA und ESBL Keimen.

Hatte schon Wasser in der Lunge und Nierenversagen. Ach ich habe da schon so einige Erfahrungen mit außergewöhnlichen Lebenssituationen und bin recht resilient. Aber auch vorsichtig.

Ich möchte das Beste für meine Familie. Diese Pandemie wird noch ne ganze Weile gehen, es wird auch in Sachsen ankommen und ich hoffe, die Leute sind einfach vernünftig und bleiben Zuhause, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Bleibt gesund, ihr Lieben.

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About Author

Die Königin des [ostdeutschen] Alltags schreibt hier sozialkritisch, parteiunabhängig, humorvoll, nachdenklich zu sehr vielen Themen mit Blick auf den Alltag in den neuen Bundesländern und die Aufarbeitung der geschichtlichen Vergangenheit. Außerdem geht es um Morbus Crohn, selektiven Mutismus, Familienalltag, Lifestyle und Gesundheit, Kreatives und Querdenken.

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