Tschüss Facebook, hallo Twitter. Warum ich den Social-Media-Kanal gewechselt habe.

 
Lesezeit: 3 Minuten

Eigentlich bin ich eine Uralt-Twitterin.
Soweit man das so nennen kann.
Seit 2009 zwitschere ich so durch die Gegend und habe – wie wahrscheinlich jeder andere Twitter-User – bei Null angefangen.
Damals hatte ich gerade einen kugelrunden Bauch, den ich vor mir her trug und konnte kaum noch sitzen.
Später bemutterte und umsorgte ich unseren Nachwuchs und nutzte die Mittagspausen für Twitter.
Da gab es ganz interessante Themen, die mich begeisterten, unter anderem das bedingungslose Grundeinkommen und eine Userin namens Susanne Wiest.
Doch wie es so ist, gerät manches in den Hintergrund, wenn du frischgebackene Mutter bist.

Facebook war zu dieser Zeit noch gar nicht aktuell, sondern meinvz.

Erst, als alle feststellten, dass das Spiel “Frohe Ernte” auf Facebook besser zu spielen ist als auf meinvz, änderte sich alles.
Jeder wechselte zu Facebook und so auch ich.
Ja ja, ich weiß, der Mainstream und seine Auswirkungen 🙂
In den nächsten Jahren gab es einen absoluten Facebook-Hype.
Bilder wurden geteilt und die Omas regten sich auf, dass sie die Neuigkeiten ihrer Kinder von anderen erfuhren. Nämlich denen, die auch auf Facebook angemeldet waren.
Es tut mir nachträglich wirklich leid, dass es so schief gelaufen ist.

Irgendwann kam dann Skepsis auf.

Facebook hat alle Rechte an den Bildern, die du teilst. Das ist natürlich ein absoluter Schreckmoment.
Außerdem wurden Stimmen laut, dass Kinderbilder nichts auf Facebook zu suchen haben wegen der hohen Missbrauchsgefahr.
Damit hatten die Skeptiker im Nachhinein gesehen Recht und ich bin froh, frühzeitig wieder von diesem Zug abgesprungen zu sein. Es gibt bis heute sehr viele Profile von Facebook-Usern, deren ganzes Leben dort in Bildern erzählt wird.
Verurteilen möchte ich niemanden, jedoch vorsichtshalber nahm ich alle Bilder von meinem Kind wieder aus dem Netz, löschte mein Profil und erstellte ein neues.
Das lief gut bis zu dem Tag, an dem es mich im Facebook plötzlich doppelt gab. Dutzende Freundschaftsanfragen an andere Personen gingen hinaus, ohne dass ich irgendetwas in der Art aktiviert hätte. Hacker waren in meine Facebook-Welt eingedrungen und in die vieler anderer.

Deshalb pausierte ich 2012 Facebook komplett.

Doch ein Jahr später war ich wieder drin, dieses Mal mit dem Versuch einer sogenannten Fan-Page für meinen Blog.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es brachte mir nichts.
Abgesehen davon, dass ich für eine Fan-Page wieder ein persönliches Profil erstellen musste, was mir ganz und gar nicht gefiel, konnte ich mich nie wirklich an die Spielregeln von Facebook gewöhnen.
Ende 2017 habe ich die Fanseite nun wieder abgemeldet, mein persönliches Profil dagegen gibt es noch 😀

Der ultimative Weg, um mich und meinen Blog bekannt zu machen, ist seitdem Twitter.

Ich liebe das Gezwitscher, auch wenn es anfangs recht unübersichtlich wirkt.
Auf Twitter schreibe ich meine Gedanken nieder und teile meine Blogbeiträge.
Bei Gefallen finden sich Follower, die dann jederzeit lesen können, was du schreibst.
Mir persönlich gefällt das Gezwitscher sehr gut.
Ich freue mich jeden Tag auf die vielen Neuigkeiten anderer User und wenn ich etwas Wichtiges auf der Seele habe, besteht die Chance, dass sehr viele Menschen das lesen.
Ich bewege mich dort sowohl als Bloggerin als auch als Privatperson, in meinem Fall alles in einem.

Gerade für die Authentic Blogger ist das eine feine Sache.

Wer nur als Privatperson ohne ein besonderes Anliegen zwitschert, findet aber ganz bestimmt auch Leute, mit denen er sich unterhalten und austauschen kann.
Wie in jedem Social-Media-Kanal gibt es natürlich auch auf Twitter immer die Gefahr, dass Meinungen sehr gegensätzlich sind und sich daraus mehr als eine heftige Diskussion entwickelt. Dann kann so eine Sache sehr schnell aus dem Ruder laufen.
Andererseits habe ich den Eindruck, dass auf Twitter sehr viel schneller Gespräche in Gang kommen als im Facebook.
Wer also etwas mitzuteilen hat und Ansichten von anderen dazu einholen will, ist auf Twitter wahrscheinlich besser aufgehoben als auf Facebook.
Ich habe Anfang 2017 meinen verstaubten Twitter-Account wiederbelebt und freue mich seitdem auf die Gespräche und den Austausch von Neuigkeiten.

Vielleicht treffe ich ja dich oder dich auch dort?
Probiert es doch einfach mal aus 🙂 Hier findet ihr mein Gezwitscher.
Bis dahin, liebe Twitter-Grüße,

 

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Kommentare

  1. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Facebook immer uninteressanter wird – und gleichzeitig Twitter immer mehr Spaß macht. Und das beziehe ich gleichermaßen auf meine privaten Accounts und die von meiner Firma.

    Die aktuelle Werbekampagne von Facebook zeigt, dass auch Mark Z. erkannt hat, dass da etwas nicht mehr “rund läuft”. Mal sehen, wie alles weiter geht: es bleibt spannend, und wir werden es erleben 🙂

     
    • Ich bin auch schon gespannt, wie es weitergeht, muss aber sagen, dass mir alleine diese veränderte Oberfläche von facebook (seit ein paar Tagen) überhaupt nicht zusagt und ich somit bei meiner Entscheidung bleiben werde. Bist du auch auf Twitter?

       
    • Hallo Eddy, ich habe seit gestern ein neues Theme, und muss diesen Gillion-Banner noch durch meinen ersetzen. Leider benötige ich dafür einen PHP-Code, da die Funktionen in den Theme Settings nicht arbeiten. Der Support konnte mir bisher nicht zufriedenstellend helfen. Danke für deinen Hinweis 🙂

       
  2. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich Facebook mittlerweile nur noch nutze um tolle Blogbeiträge in den einzelnen Gruppen zu finden. Diese werden abgespeichert und so kann ich mir nicht nur tollen Input holen. Seit längerer Zeit habe ich mich darauf konzentriert, mehr Kommentare zu schreiben. Und schwupps, hier bin ich 😉

    Meine Zielgruppe ist gar nicht auf Faceboook vertreten, geschweige denn überhaupt schon in den sozialen Netzwerken angekommen. Da frage ich mich oft, warum ich überhaupt eine Fanseite habe., Wegen den ganzen “Höflichkeitslikes” ?
    Schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, diese einfach wieder zu löschen 🙂
    Ehrlich gesagt bin ich viel lieber bei Twitter, das Ganze macht bei dem blauen Vögelchen viel mehr Spaß als bei FB.
    LG Tina

     
  3. Ich nutze derzeit FB sowohl privat als auch für 2 Webseiten als Fanpage. In den letzten Monaten habe ich mich aber nicht des Eindrucks erwehren können, dass FB absichtlich die Reichweite von Fanpages beschränkt. Im Gegenzug bekomme ich mindestens 5x die Woche den Hinweis, dass ich doch bezahlen soll, wenn ich meine Reichweite erhöhen will. Ich bin auch auf Twitter und dort vieeeel erfolgreicher als auf FB.

     

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