Warum feiern Christen Weihnachten als Christi Geburt? Ursprung von Weihnachten Teil 1

 

Gleich vorweg: Weihnachten ist kein biblisches Fest!
Die Geburt Jesus Christus hat keinen Zusammenhang mit Weihnachten. In der Bibel findet sich kein einziger Anhaltspunkt darüber, wann er geboren wurde – weder zu welcher Jahreszeit, noch an welchem Tag.
So zumindest sehen es manche Leute.
Fest steht: Weihnachten wird auf der ganzen Welt gefeiert und für die Christen ist Weihnachten das Fest der Geburt Jesu Christi.

Warum aber feiern Christen Weihnachten als Christi Geburt?

Um uns über den Ursprung von Weihnachten klar zu werden, müssen wir wohl eine Zeitreise unternehmen bis in die ganz frühe Zeit zurück.
Werfen wir dazu einen Blick auf Rom.
Das Weihnachtsfest kam zu einer Zeit auf, als der Sonnenkult in Rom noch sehr ausschweifend gefeiert wurde.
So gab am 25. Dezember 274 n.Chr. der römische Kaiser Lucius Domitius Aurelianus (Aurelian) bekannt, dass der Sonnengott der “Herr des Reiches” ist.
Feierlich weihte er auf dem Marsfeld (das war im alten Rom ein Platz für Truppenübungen und Volksversammlungen) zu Ehren von Bel einen Tempel ein.

Das Fest der unbesiegbaren Sonne und die Geburt Jesu Christi

Bel – so hieß der Stadtgott von Babylon.
Er wurde auch Marduk oder Bel-Marduk genannt und ging in die Geschichte als Sol Invictus (zu übersetzen mit “unbesiegbare Sonne”) als Reichsgott ein.
Manch einer sagt, dass es gar nicht Bel war, der verehrt wurde, sondern der römische Sonnengott Sol.
Das wird mir jedoch an dieser Stelle zu tiefgründig.
Wir wollen ja den Ursprung zu Weihnachten herstellen. 😉
Aurelian ernannte also den Kult des Sol Invictus, der im Einklang mit dem Mithras-Kult ( siehe weiter unten) stand, kurzzeitig zur Reichsreligion.
Wie gesagt, wurde also am 25. Dezember das Fest der unbesiegbaren Sonne gefeiert.
Die römischen Kirchenoberhäupter nutzten dieses Fest und machten es zur Legende von der Geburt Jesu Christi. Allerdings taten sie dies erst im vierten Jahrhundert.
Davor versuchte die Kirche der Märtyrerzeit (Ur-Katholizismus) vergeblich, Sonnenanbetungsfeste zu untergraben oder ganz zu verbieten. Es sollte schließlich die Auferstehung (!) von Jesus Christus gefeiert werden.
Jedoch um an die Geburt von Jesus Christus zu erinnern, rief die frühzeitliche christliche Kirche ein großes Fest ins Leben.
Im fünften Jahrhundert dann sollte dieses Fest immer am Tag der Geburt des Sonnengottes Sol gefeiert werden.
Ein genaues Datum von der Geburt Jesu gab es ja eben nicht.
Im Jahre 354 n.Chr. legte dann Papst Liberius den 25. Dezember als Geburtstag Christi und damit als Weihnachtsfest in Rom fest. Auf dem zweiten Konzil von Konstantinopel 381 n.Chr. beschloss Kaiser Theodosius, dass das Weihnachtsfest als Geburtstagsfeier von Jesus Christus gelten soll.

Saturnalien/Calendae

Die Römer feierten zu jener Zeit also nicht Weihnachten, sondern ein Fest, weil die Sonne am niedrigsten stand. Ausgelassen begingen sie diese Zeit mit üppigen Speisen und Getränken, Der Sonnengott sollte ihnen hold sein und Saturn der Gott des Ackerbaus, reiche Ernte bringen.
In der Zeit jener Festlichkeit putzten die Römer ihre Häuser mit Lorbeeren und Grün heraus, Familie und Bekannte beschenkten sich. In dieser Zeit herrschte große Vorfreude auf das kommende Jahr mit allen guten Wünschen für jeden.
Am 1. Januar tauschten sie untereinander die grünen Zweige als Glücksbringer aus. Dabei sollten Efeu und Stechpalme wahrscheinlich weibliche und männliche Kräfte darstellen.

Isiskult

Bei den Ägyptern wurde die Geburt des Horus auf diesen Tag gelegt.
Der Osirismythos ist einer Erzählung aus der altägyptischenMythologie, die über die Ermordung des Osiris durch seinen Bruder Seth und die Bemühungen seiner Gemahlin und Schwester Isis berichtet.
Der Sohn von Osiris und Iris ist Horus (der „Hohe“ oder der „Ferne“). Horus ist ein Falkengott. Sowohl die Sonne als auch der Mond sind seine Augen. So wird er zum Lichtgott, denn er erleuchtet die Welt nicht nur am Tage, sondern auch nachts.
Über die Grenzen Ägyptens hinaus verehrten die Menschen des Altertums die Göttin Isis, denn sie verband Mütterliches mit Geheimnisvollem.
Im Christentum wurden viele ihrer Eigenschaften später Maria, der Mutter Jesu, zugeschrieben.

Vorderasiatischer Mithraskult

In Vorderasien feierten vor 1800 Jahren die Menschen die Geburt des indisch-iranischen Lichtgottes Mithras. Das geschah genau dann, wenn die Sonne den südlichen Wendekreis passierte und jeden Tag ein wenig weiter nach Norden wanderte.
Die Kirche ließ später Christi Geburt genau zur Geburt Mithras feiern.
So einfach sind die Dinge manchmal.

Hättet ihr gedacht, dass unser Weihnachten irgend etwas mit dem Sonnengott der Röme zu tun hat?

Sonnige weihnachtliche Grüße,

Lest hier den zweiten Teil: Wie kam Weihnachten nach Deutschland und weshalb verbreitete es sich hier? Der Ursprung von Weihnachten Teil 2

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