Wie fange ich mit Häkeln an – und ist das nicht altmodisch?

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Seit ungefähr zwei Monaten habe ich nun die Handarbeit für mich entdeckt – zumindest gedanklich und versuche mich seither mit Stricken und Häkeln. Es wundert mich ein wenig selber, denn ich bin so eine von den Frauen, die eigentlich immer recht modern und vielleicht auch etwas emanzipiert durchs Leben gehen. Aber manche Dinge ändern sich scheinbar mit dem Alter. Oh Gott, wie das klingt.
Seit ich jenseits der 30 bin und eine kleine Tochter habe, beginne ich irgendwie andere Blickwinkel auf das Leben zu entwickeln, was ja durchaus normal sein soll… nun ja.
Vergesst nicht, ich bin außerdem auch noch Frührentnerin, da gehört doch das Häkeln vielleicht schon zum guten Ton? ;)
Das Stricken habe ich ehrlich gesagt schon fast wieder aufgegeben – oder sagen wir, hinten an gestellt. Die Utensilien wie Wolle und Stricknadeln liegen zwar im Kästchen, aber ich schaffe einfach den Einstieg nicht, die ganzen Fäden um drei oder vier Finger zu ziehen und dann mit viel Geduld und Gefühl die Stricknadel mit dem Faden durch diese komplizierte Konstrukuion „durchgiekeln“ (das ist glaube ich sächsisch und nicht zu übersetzen)… das Ganze auch noch mit links, weil ich Linkshänder bin… wirklich- es ist ein Unterfangen, was ich ganz in Ruhe angehen muss.
Aber das Häkeln finde ich echt toll. Meine Oma hat viele Sachen gehäkelt, und damit meine ich weniger die klassischen Sachen wie Topflappen, die wir ja alle von unseren Omas kennen.
Sie hat ganz tolle Bilder gehäkelt, Kissenhüllen, kleine Wollfiguren, Decken oder Taschen. Und es sah einfach bezaubernd aus, wunderschön. Da fließt die Seele noch so richtig mit in die Handarbeit ein, eigene Ideen und Gefühle, tolle Farben. Also habe ich begonnen zu häkeln.
Ganz ehrlich, ich musste ca. fünfmal beginnen und es waren erst einmal „nur“ Luftmaschen. Das kennen die meisten von uns ja. Leider war das ganze gehäkelte Stück ziemlich ungleichmäßig, krumm und schief. Selbst mit gerade ziehen war wirklich nichts zu machen.
Aber ich muss sagen, Übung macht den Meister. Unermüdlich habe ich immer wieder von vorn angefangen und so langsam bekomme ich ein Gespür für das Wollmaterial und „meine“ Häkelnadel. Ich glaube aber, dass sie zu klein ist mit einer Stärke von 2,5 und deshalb werde ich mir nun eine größere zulegen. Gängig soll ja oft die Stärke 3 – 4 sein, also stapfele ich heute mal los und halte Ausschau nach einem Geschäft, welches Häkelnadeln anbietet. Die kleinen dünnen Häkelnadeln hatte ich damals aus dem Mäc Geiz, vielleicht gibt es ja da jetzt größere.
Nein, altmodisch finde ich Handarbeit nicht. Im Gegenteil. Mittlerweile finde ich es sogar sehr praktisch, wenn man häkeln oder stricken kann. Es beruhigt nicht nur die Nerven, sondern es ist nützlich, eigenwillig und kreativ. Meine Tochter hat zwar bis jetzt noch nichts davon, aber ich bin mir sicher, ein kleiner Schal springt für sie in diesem Winter noch heraus.
So möchte ich allen Häkel- und Strick- Newbies mal Mut machen!! Wir schaffen das schon, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!!!! ;)

Gutes Gelingen!

asti

 

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